2.4.1. Einwahl

Dieses Administrationsfenster ist in 5 Bereiche aufgeteilt, wo verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. Diese Einstellungen sind nur nötig, falls die Internetverbindung über ein Analog-Modem, über ISDN- oder über einen DSL-Anschluss hergestellt wird.

Beachten Sie, dass Sie kein Profil auswählen oder ändern können, solange die ROTE Schnittstelle des IPCop online (mit dem Internet verbunden) ist oder im Dial-On-Demand-Modus auf eine Verbindung wartet. Sie müssen die Verbindung auf der Startseite erst über den Trennen-Button abschalten. Nach einer Änderung am Profil können Sie den IPCop wieder über die Startseite und den Verbinden-Button aktivieren.

Profile Dieser Bereich erlaubt es, ein neues Einwahlprofil zu benennen und einzustellen (dazu stehen max. 5 Einträge zur Auswahl), oder ein vorhandenes umzubenennen und dessen Einstellungen zu ändern.

Wählen Sie ein Profil aus der Auswahlliste, um es zu erstellen oder zu bearbeiten. Befüllen Sie die Felder des Profils (siehe unten) mit Werten oder ändern Sie sie ab und klicken dann auf den Speichern-Button. Um ein Profil für die zukünftige Verbindung zum Internet zu nutzen, wählen Sie es aus der Auswahlliste und klicken auf den Auswählen-Button. Möchten Sie aktuelle Änderungen (die noch nicht gespeichert wurden) rückgängig machen, können Sie das mit dem Wiederherstellen-Button.

Abbildung 2.14. Profile

Profiles section


Verbindung Wählen Sie die passende Schnittstelle für Ihre Internet-Anbindung und klicken dann auf den Aktualisieren-Button, um den Abschnitt Verbindung mit den entsprechenden hardware-abhängigen Optionen zu aktualisieren.

Abbildung 2.15. Verbindung

Connection Interface section


  1. Schnittstelle. Das ist entweder ein Kommunikationsport (COM1-COM5, ttyUSB0-4, noz0-1, ttyHS0-3, oder usb/ttyACM0-3), wie bei den meisten Modems und ISDN Karten oder PPPoE, welches meistens für DSL-Verbindungen verwendet wird.

  2. Wählen Sie die geeignete Übertragungsrate zwischen Computer und Modem. Dies definiert, wie schnell die Daten von und zu Ihrer Verbindungshardware fliessen. Mit älteren Computersystemen oder Modems kann es möglich sein, dass eine niedrigere Datenrate benutzt werden muss, um eine verlässliche Kommunikation zu erhalten.

  3. Geben Sie die richtige Anwahlnummer für Ihre Internet-Verbindung ein. Falls die Verbindung mittels einer PPPoE-Verbindung läuft, können Sie das Feld vermutlich leer lassen.

  4. Modemlautsprecher an. Klicken Sie auf die Box, um den Modem-Lautsprecher einzuschalten. Eingeschaltet hören Sie die Verbindungsgeräusche, was für eine Fehlersuche hilfreich sein kann. Diese Option ist nur für Verbindungen via Modem sinnvoll.

  5. Wählmodus. Benutzen Sie die Tonwahl, ausser Ihre Telefon-Verbindung erkennt nur die Pulswahl. Pulswahl ist auch viel langsamer als Tonwahl.

  6. ISP verlangt Zeilenrücklaufzeichen. Einige ISPs verlangen, dass das Modem Zeilenrücklaufzeichen als Signal für das Ende des Datenversandes verschickt. Falls Ihr ISP das verlangt, markieren Sie die Box. Standard ist nicht markiert.

  7. Modem INIT für dieses Profil. Dieses Feld dient der Eingabe einer Initialisierungsbefehlskette, falls dies das Modem zusätzlich zum normalen Start für dieses spezielle Profil benötigt.

  8. Leerlauf-Wartezeit in Min (...). Diese Feld entscheidet, wie IPCop Ihre Verbindung zum Internet behandelt, wenn aktuell nicht gesendet oder empfangen wird. Die Zahl, die Sie hier eingeben, zeigt IPCop an, wie lange nach einer Internet-Aktivität gewartet werden soll, bevor die aktive Verbindung abgebaut wird. Falls Sie diesen Wert auf 0 setzen, wird IPCop eine gestartete Internet-Verbindung nie selbständig abbauen.

  9. Verbinden bei IPCop-Neustart. Bei einem IPCop-Neustart wird eine Verbindung gestartet, falls der Dial-on-Demand-Modus nicht ausgewählt ist.

    Möglicherweise setzen Sie diese Option auf aktiv, auch wenn Sie den Dial-on-Demand-Modus eingeschaltet haben. Diese Einstell-Kombination versetzt IPCop jedesmal beim Einschalten oder nach einem Neustart automatisch in den Dial on Demand-Wartemodus.

  10. Verbindungs-Debugging. Schalten Sie diese Option ein, um zusätzlich aufgezeichnete Informationen in die RED-Kategorie der Systemprotokolle zu schreiben. Dies können wertvolle Ergänzungen als Hilfe bei der Suche von Verbindungsproblemen sein.

Abbildung 2.16. Connection/Reconnection

Connection Reconnection section


Wiederverbindung Sie können auf eine der 3 Arten eine Wiederverbindung starten: Manuell, Dauerhaft, und Dial on Demand-Modus.

  1. Mit der Manuell-Methode müssen Sie auf der Startseite den Verbinden-Button anklicken.

  2. Der Dauerhaft Auswahl-Button wird benutzt, um IPCop in einen unterbrechungsfreien Betrieb der Modem-Verbindung zu versetzen, auch bei Fehlen von Internet-Aktivität.

    In dieser Betriebsart wird immer, wenn die Verbindung aus irgendwelchen Gründen (wie Verbindungs-Timeout auf der Seite vom ISP) abbricht, versucht, die Verbindung neu aufzubauen.

    Benutzen Sie diese Betriebsart mit Vorsicht. Wenn Sie einen Zeittarif haben, wollen Sie diese Möglichkeit vermutlich nicht nutzen. Falls Sie jedoch zeitlich unbegrenzten Zugriff zum ISP haben (als 'Flatrate' bekannt), möchten Sie sicher diese Art benutzen, um eine Dauerverbindung aufrecht zu erhalten.

    Beachten Sie, dass im Dauerhaft-Modus IPCop die Verbindungsversuche unterbindet, falls die Anzahl des im Feld Maximale Wiederholversuche gesezten Werts überschritten wird. In diesem Fall müssen Sie den Verbinden-Button auf der Startseite benutzen.

  3. Der Dial-on-Demand-Modus ist verfügbar durch Setzen des entsprechenden Buttons. Beachten Sie, dass Sie nach dem Aktivieren des Dial-on-Demand-Modus jeweils den Verbinden-Button auf der Startseite drücken müssen, damit IPCop bei Internet-Aktivität eine Verbindung startet. Die Dial-on-Demand-Option ist für PPPoE-Verbindung nicht verfügbar.

  4. Die Option Falls die Wiederverbindung scheitert, auf Profil umschalten erlaubt im Dropdown-Menü die Auswahl eines alternativen Ersatz-Profils, auf das umgeschaltet wird, falls das Haupt-Profil nicht verbindet.

  5. Die Dial-on-Demand für DNS Option entscheidet, ob IPCop automatisch verbindet, falls DNS-Anfragen entdeckt werden. Das ist normalerweise das gewünschte Verhalten.

  6. Die Holdoff-Zeit in (Sekunden) ist die Zeitdauer, die IPCop zwischen Verbindungsversuchen wartet. Der Standardwert ist 30 Sekunden.

  7. Geben Sie die Anzahl Maximale Wiederholversuche ein. Dies bestimmt, wie oft IPCop versucht, nach einer gescheiterten Internet-Verbindung, weitere Versuche zu starten.

ADSL Einstellungen Falls entweder PPPoE oder USB ADSL ausgewählt ist, stehen zusätzlichen Einstellungen zur Verfügung.

In diesem Bereich können Sie verschiedene Protokolle, Encapsulation Methoden oder zusätzliche Werte auswählen/angeben, wie einen Dienstnamen oder einen Concentrator-Namen, den einige ISPs benötigen. Falls Ihr ISP diese Angaben nicht benötigt oder Ihnen mitteilt, können Sie diese beiden Felder leer lassen.

Ihr ISP teilt Ihnen zwei Werte VPI und VCI mit, welche bei einer USB ADSL Verbindung einzutragen sind.

Abbildung 2.17. Authentifizierung

Authentication section


Authentifizierung Benutzername und Passwort sind Angaben, welche Ihr ISP Ihnen bei der Eröffnung Ihrer Anmeldung mitgeteilt haben sollte.

Es gibt verschiedene Arten, wie ISP's diese Angaben für die Anmeldung an ihren Systemen nutzen. Meistens werden PAP oder CHAP benutzt. Wählen Sie entsprechend den Vorgaben aus.

Im seltenen Fall, dass Ihr ISP ein Text-basiertes Login-Skript verwendet, müssen Sie sich anmelden und eine Datei im Verzeichnis /etc/ppp/ erstellen. Der Dateiname (ohne den /etc/ppp/ Präfix) ist dann im Feld Skriptname einzutragen. Die Datei sollte Tabulator-getrennte 'expect send' Paare enthalten. Sehen Sie sich die Datei /etc/ppp/demonloginscript als ein Beispiel an, was die Datei enthalten sollte. USERNAME wird ersetzt mit dem Inhalt vom Feld Benutzername und PASSWORD entsprechend mit dem Wert in Passwort.

Abbildung 2.18. DNS

DNS section


DNS Wählen Sie Automatisch falls Ihr ISP automatische DNS-Server Konfiguration unterstützt, was normalerweise der Fall ist. Alternativ wählen Sie Manuell und setzen die IP-Adressen in die Felder Primärer DNS und Sekundärer DNS. Diese IP-Adressen werden normalerweise von Ihrem ISP, wo nötig, zur Verfügung gestellt.

Profilname.  Um ein Profil zu benennen oder anders zu benennen, geben Sie hier den Namen an.

Speichern.  Um alle Ihre Einstellungen zu speichern, klicken Sie auf den Speichern-Button.